Bleiverglasung Step by Step

(Kategorie: Glaswerkstatt)


Materialien: Glas, Glasschneider, Schutzbrille, Blei,
Bleimesser, Zange, Nägel, Hammer, Aufreiber, Löt-
wasser, Lötzinn, Lötkolben, Schablonenschere


Als erstes wird das Glas mit dem Glasschneider in die passende Form geschnitten (Bild 1). Dies kann man mit oder ohne eine Schablone durchführen (Bild 3).
Bei einer Vorlage ist zu beachten, dass diese vorher mit einer Bleischere ausgeschnitten wird, da sie die Kernstärke des Bleis aus der Schablone entnimmt (Bild 2).
Beim Schneiden des Glases ist drauf zu achten, dass der Glasschneider senkrecht zum Glas gerichtet ist, um ein saubereres Ergebnis zu erzeugen.


Das Glas wird per Hand gebrochen (Bild 1). Bei dickerem Glas wird mit dem Glasschneider entlang des Risses das Glas von unten angeklopft (Bild 2 ). Nun kann es
mit einer Zange gebrochen werden (Bild 3).


Bei Ungenauigkeiten wie zum Beispiel scharfen Kanten wird das
Glas an einer Glasschleifmaschine geschliffen. Dabei
wird eine Schutzbrille getragen, da es beim Schleifen
zum Abwerfen kleiner Glassplitter kommen kann und
diese ins Auge gelangen können.


Wenn alle Glasteile ihre passende Form haben, werden sie verbleit. Man schneidet das Blei mit einem Blei-
messer in die passende Länge (Bild 1). Danach wird das Blei mit einem Aufreiber aufgeweitet (Bild 2).
Anschließend wird es in eine Schiene gespannt. Dabei beginnt man immer mit dem Rahmen des Fensters. Das Blei
wird in einer geflochtenen Struktur verbleit.


Die einzelnen Glasteile werden nach und nach in das Blei gesetzt. Wenn ein Glas verrutscht oder nicht fest
genug im Blei sitzt, wird mit dem Hammerstiel leicht gegen das Glas geklopft (Bild 1).
Anschließend wird das Glas mit Nägeln befestigt, um einen Widerstand herzustellen (Bild 2).


Wenn das Glas schließlich komplett vom Blei eingerahmt ist, wird das Blei gelötet. Hierbei wird Lötwasser
auf die Bleiübergänge gestrichen und anschließend mit erhitztem Lötzinn verlötet (Bild 1+2). Es ist zu be-
achten, dass der Lötkolben nicht zu heiß ist und nicht zu viel Lötzinn verbraucht wird. Beide Seiten des Bleiglasfensters werden verlötet.


Als letzter Schritt werden die überstehenden Bleireste entfernt (Bild 1). Fertig ist das Fenster (Bild 2).


Author: upendo
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