Schicht für Schicht

Im Lernfeld ….meiner 3. jährigen Ausbildung zum Assistent für Produktdesigner hatten wir

die Aufgabe unser Gesicht oder das eines unserer Mitschüler, aus Ton, zu modellieren.

Zunächst mussten wir ein geeignetes Grundgerüst für den massiven Tonkopf basteln.

Als Fundament nahmen wir dicke Holzbohlen, die wir zu handlichen Grundflächen sägten.

In diese bohrten wir dann mittig Löcher für die Stützpfeiler. Zusätzlich konnten wir den

Stützpfeiler mit Styrodur ummanteln um dem Kopf schon eine gewisse Grundlage zu schaffen.

Sobald das Grundgerüst fertig gestellt war, konnte es auch schon los gehen.

Zunächst schichtete ich Lage für Lage den Ton am Stützpfeiler entlang auf, bis die Grundform

des Hals und Schädels deutlich zu erkennen war. Auf diesem Blancoschädel konnte ich mich nun

austoben. Durch die Arbeiten von Gunther von Hagen inspiriert wollte ich meinen Schädel so gestalten,

dass die linke Hälfte Einblicke in die Menschliche Anatomie erlaubt und habe dafür Teile der Haut und

Schädeldecke freigelegt um das Gehirn freizulegen. Auch Ansätze der Gesichtsknochen und Halsmuskulatur

sind zu erkennen.

Das Gesicht zu modellieren war schon wesentlich schwieriger. Ich baute mir eine Spiegelecke auf, um mich von

allen Seiten aus im Auge behalten zu können. Durch unsere Zeichenstudien die wir im Vorfeld absolviert haben

hatte ich eine gewisse Vorstellung davon wie das Gesicht aufzubauen ist allerdings unterschätzt man schnell die

Räumlichkeit und das Abbild wirkt eher aufgesetzt und kantig. Sobald man dieses durchschaut hat findet man

schnell die richtigen Kniffe den Tonkopf realistisch wirken zu lassen.

Ohne die Hilfe von Mittschülern ist es allerdings sehr schwer kleine versteckte Macken zu finden, die einen selbst

nicht auffallen würden.

Wichtig war es auch den Ton immer schön feucht zu halten und über Nacht mit nassen Tüchern und einer Folientüte

abzudecken. Auch der richtige Umgang mit den Werkzeugen sollte Beachtung finden, denn wenn diese verdreckt und

eingetrocknet sind wird das arbeiten mit Ton zur Sisyphosaufgabe.

Wenn man diese ganzen Punkte beachtet und mit viel Geduld und Feingefühl an die Arbeit geht sollte einer schönen

Plastik nichts im Wege stehen, auch wenn sie nicht auf Anhieb aussieht wie die Vorlage.


Author: Max
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