Bleiverglasung Step by Step

(Kategorie: Glaswerkstatt)

14.Mrz, 2011


Materialien: Glas, Glasschneider, Schutzbrille, Blei,
Bleimesser, Zange, Nägel, Hammer, Aufreiber, Löt-
wasser, Lötzinn, Lötkolben, Schablonenschere


Als erstes wird das Glas mit dem Glasschneider in die passende Form geschnitten (Bild 1). Dies kann man mit, oder ohne einer Schablone durchführen (Bild 3).
Bei einer Vorlage ist zu beachten, dass diese vorher mit einer Bleischere ausgeschnitten wird, da sie die Kernstärke des Bleis aus der Schablone entnimmt (Bild 2).
Beim schneiden des Glases ist drauf zu achten, dass der Glasschneider senkrecht zum Glas gerichtet ist, um ein saubereres Ergebnis zu erzeugen.


Das Glas wird per Hand gebrochen (Bild 1). Bei dickerem Glas wird mit dem Glasschneider, dem Riss entlang, das Glas von unten angeklopft (Bild 2 ). Nun kann es
mit einer Zange gebrochen werden (Bild 3).


Bei Ungenauigkeiten wie z.B. scharfen Kanten, wird das
Glas an einer Glasschleifmaschine geschliffen. Dabei
wird eine Schutzbrille getragen, da es beim schleifen
zum abwerfen kleiner Glassplitter kommen kann und
diese ins Auge gelangen können.


Wenn alle Glasteile ihre passende Form haben, werden sie verbleit. Man schneidet das Blei mit einem Blei-
messer in die passende Länge (Bild 1). Danach wird das Blei mit einem Aufreiber aufgeweitet (Bild 2).
Anschließend wird es in eine Schiene gespannt, man beginnt immer mit dem Rahmen des Fensters. Das Blei
wird in einer geflochtenen Struktur verbleit.


Die einzelnen Glasteile werden nach und nach in das Blei gesetzt. Wenn ein Glas verrutscht oder nicht fest
genug im Blei sitzt, wird mit leichtem Druck gegen das Glas mit dem Hammerstiel geklopft (Bild 1).
Anschließen wird es mit Nägeln befestigt, um Widerstand zu halten (Bild 2).


Letztendlich, wenn das Glas komplett vom Blei eingerahmt ist, wird das Blei gelötet. Hierbei wird Lötwasser
auf die Bleiübergänge gestrichen und anschließend mit erhitzten Lötzinn verlötet (Bild 1+2). Es ist zu be-
achten das der Lötkolben nicht zu heiß ist und nicht zu viel Lötzinn verbraucht wird. Dieser Ablauf wird auf
beiden Seiten vorgenommen.


Als letzten Schirtt werden die überstehenden Bleireste entfernt (Bild 1). Fertig ist das Fenster (Bild 2).


Author: upendo - verfasst am 14. März 2011.
Modedesign | 3D Design | Grafikdesign | Fotodesign      © 2010 www.design-bsb.de powered by Produktdesign Impressum