Lernfeld: 6
Thema: Eigenschaften von Metall und deren Verarbeitung
Genauigkeit ist das A und O der Metallwerkstatt
Die Verarbeitung von Metall war für mich eine spannende Sache und führte mich an meine Grenzen und darüber hinaus. Ich habe noch nie so viel gelernt wie in diesen 3 Wochen. Aber nun vom Anfang an:
Erster Schritt: Namensschild
Das Namensschild haben wir mit einem verzinkten Blech hergestellt. Wir lernten mit der Stanzmaschine umzugehen, damit wir unser Blech zurechschneiden konnten. Nach dem Schneiden muss man immer Entgraten, damit man sich nicht an dem Blech verletzen kann. Dies geschieht mithilfe eines Entgraters, der die Enden um 45 Grad schneidet. Danach haben wir die Enden rundgepfeilt. Mit so einer Art Buchstabenstempeln, haben wir unseren Namen eingestanzt. Man muss große Kraft aufbringen, damit die Buchstaben sauber und erkennbar sind. “Ein kleiner Trick: Nimm einfach einen großen und schweren Hammer, damit geht es leichter!” Ja und das war wirklich leichter. Zum Schluss haben wir an einer Biegemaschiene unser Blech zurechtgebogen. Je schwerer das Blech, desto schwieriger ist das Biegen.
Zweiter Schritt: Ankörnen
Das Ankörnen war eine Vorbereitung für den Werkzeugkasten und den Briefbeschwerer. Die Ankörnung dient dazu, zu Bohren oder zu Stanzen . Wir haben in 10mm-Abständen immer eine Linie gezogen und mussten genau auf der Linie die Ankörnung machen. Das zweite Mal haben wir Quardrate (10x10mm) auf das Blech gezeichnet und auf den Überschneidungen angekörnt.
Dritter Schritt: Werkzeugkiste
Die Blechstücke haben wir genauso bearbeitet wir die Bleche davor: zurechtgeschnitten, entgratet, angekörnt, gefeilt, gebohrt und alles noch einmal gemessen. Die Bleche mussten genau der Zeichnung entsprechen und die Maße mussten auch übereinstimmen, damit die Bleche später gut zusammenpassen. Danach haben wir alles zurechtgebogen. Das Problem war, dass es nur eine Biegemaschine gab und zu viele Schüler. So hat sich das Biegen etwas hingezogen. Nun mussten wir nur noch alle Bleche zusammennieten. Den Griff habe ich zum Schluss in der Holzwerkstatt aus einem Besenstiel gesägt. Fertig!
Letzter Schritt: Der Briefbeschwerer
Hierfür hatten wir die Einzelteile schon fast fertig zurechtgeschnitten bekommen. Wir mussten nur noch Bohren, Abmessen und das Gewinde schneiden. Und da stellte sich schon die erste Frage : “Wie schneidet man ein Gewinde?” Hierfür brauchen wir drei Gewindedreher und ein wenig Schmieröl. Zuerst mussten wir aber noch die Löcher bohren. Danach haben wir in den Löchern die Gewinde gedreht. Zuerst mit dem groben, dann mit dem mittleren und zum Schluss mit einem feinen Gewindedreher.
Fotos aus der Metallwerkstatt














