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Eigentlich sollte es ein reines Metallprojekt werden. Die Aufgabe: Das Erarbeiten von Grundlagen in der Metallverarbeitung, durch die Erstellung einer Metalllok im Miniformat. Julian Pavel
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Feilen, Entgraten, Bohren, Schleifen, Gewinde schneiden und bohren, Biegen, Schrauben und Senken. All das fordert eine Metalllok vom Erbauer. Wer allerdings einen echten Hingucker gestalten will, der kann seinen Fähigkeiten auch weitergehend nutzen. Ich habe bei meiner Lok auf diverse Blechteile verzichtet und sie gegen stylische Acrylglaselemente ausgetaucht. So lernte ich gleich, was es heißt, mit Kunststoffen umzugehen. Zum Beispiel wie man durch Plexiglas bohren muss, damit es nicht zerspringt oder wie man es mit einem Heißluftföhn biegt ohne, dass es Blasen bekommt. Julian Pavel
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Grundbauteile:
Die Lok besteht im Original aus 5 Bauteilen und 4 Rädern. Die Bauteile wurden für uns zum Teil schon vorgearbeitet sodass wir den Kessel oder den Schornstein nicht selber drehen mussten. Ansonsten ist die Bearbeitung der Teile unsere Aufgabe gewesen. Als Erstes wurde die Grundplatte bearbeitet. Sie ist später die Basis für Kessel, Räder und das Führerhaus. Aus einem kahlen Metallblock wird also eine abgerundete und glattgefeilte Basis. Als nächstes musste der Kessel bearbeitet werden. Er wurde mit 5 Bohrlöchern versehen. Zwei davon bekamen ein Innengewinde, damit Kesselspitze und Schornstein befestigt werden konnten. Die restlichen Bohrungen dienten zur Fixierung an der Grundplatte und am Führerhäuschen. Normalerweise wäre das Führerhaus im nächsten Schritt angefertigt worden, aber ich hatte mich für die Alternative Acrylglas entschieden und mit der Bearbeitung dieses Materials lies ich mir noch Zeit, bis alles andere fertig war. Ich senkte die Bohrlöcher in den Rädern, sodass die Schrauben auf dem Niveau der Räder versinkt und brachte jedes Teil an seine Position. Julian Pavel
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Sonderbauteile:
Um eine Form für das Führerhaus zu finden, fertigte ich zunächst einige kleinere Skizzen an, aus denen ich später meine Schablone für den fertigen Entwurf ableitete. Mit dieser Papierschablone konnte ich im Prinzip alles anfangen, was ich auch mit Acrylglas umsetzen konnte. Auf diese Weise entstand auch die Verkleidung für den Kessel, die fast organisch wirkt und an menschliche Rippen erinnern soll. Für den Schienenräumer brauchte ich zwar keine Schablone, jedoch ein weiteres, wichtiges Werkzeug: Kunststoffkleber. Das dieser Kleber auch klebt, ist sofort klar, wenn man ihn einmal gerochen hat. Lediglich der Radius der Kesselspitze war als Maß vorgegeben, weil ich den Schienenräumer mit der Hilfe der Spitze an der Lok befestigen wollte, ohne das eventuell Ränder überstehen.
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Nachbearbeitung:
Als alle Teile angefertigt waren, mussten sie noch zur Nachbearbeitung. Alle Metallteile bekamen eine Politur und anschließend einen Schutzfilm “Zaponlack” gegen Rost. Sonst würden sie nach sehr kurzer Zeit anlaufen und anfangen zu rosten. Auch die Kunststoffteile bekamen eine Nachbearbeitung. Alle Ecken und Kanten wurden abgezogen, um Überschüsse zu entfernen und um Kanten zu glätten.
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Fazit:
Das Arbeiten mit Metall hat für mich den Reiz, möglichst perfekt zu arbeiten, da es keine Chance gibt Teile zu leimen oder Macken aufzufüllen. Außerdem ist das Bohren und Schneiden von Metall für mich eine größere Herausforderung geworden, als ich geglaubt hätte. Deswegen mussten mehrere Probestücke für erste Gehversuche herhalten. Auch bei der Bearbeitung von Acrylglas gab es das ein oder andere Ausschussteil. Im Ganzen war die Mischung von Metall und Kunststoff aber sehr interessant und hat viel Freude bereitet. Julian Pavel
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