menschliche Wahrnehmung: Schmecken

SchmeckenGustatorische Wahrnehmung


Wahrnehmung durch Geschmacksknospen:




  • Geschmacksknospen enthalten Sinneszellen
  • 6 verschiedene Typen von Sinneszellen bekannt, befinden sich in den Geschmackspapillen (Wall, Blätter, Pilz und Fadenpapillen), welche auf der Zunge gelegen sind
  • Geschmacksknospen befinden neben der Zunge (worauf sich die Papillen befinden) und auf der Schleimhaut in der Mundhöhle (Gaumen, Lippen und Wangenschleimhaut)
  • jede Geschmacksknospe enthält zwischen 50 und 150 Sinneszellen (speziesabhängig)





Allgemeines zum Geschmackssinn:


  • chemischer Nahsinn, dient der Kontrolle der Nahrung
  • bitterer und saurerer Geschmack weisen auf verdorbene Nahrung hin
  • süß und salzig kennzeichnen nährstoffreiche Lebensmittel
  • der Sinneseindruck, der den Geschmack wiederspiegelt, ist ein Zusammenspiel von Geschmacks- und Geruchssinn, gemeinsam mit Tast und Temperaturinformationen
  • eng mit Geruchssinn verbunden, bei verstopfter Nase ist Geschmackssinn eingeschränkt

die Geschmacksqualitäten: (was wird wahrgenommen)



1. süß

2. salzig

3. sauer

4. bitter

5. umami (japanisch: fleischig, herzhaft, wohlschmeckend)

6. alkalisch, metallisch, wasserartig,

scharf hingegen ist keine Geschmacksempfindung


die Zunge: das Organ das Schmecken ermöglicht




  • die Zunge enthält die in den Geschmacksknospen verankerten Sinneszellen (Rezeptoren) und ist somit als Sinnesorgan maßgeblich für die Geschmackswahrnehmung verantwortlich
  • sie besteht neben Muskelgewebe aus einer sehr dicken Schleimhautschicht, welche die mechanischen Papillen und die Geschmackspapillen enthält, zudem sind noch kleinere Speicheldrüsen vorhanden.





Verarbeitung von Geschmack im Gehirn:

  • Geschmacksinformationen werden über drei Hirnnerven ins Gehirn geleitet
  • die gustatorische Cortexregion im Gehirn verbindet Geschmacksreize mit anderen Sinnesreizen wie Tast- und Temperaturinformationen
  • es erfolgt eine Weiterleitung bzw. Verknüpfung der Informationen mit dem Hypothalamus und mit dem lymbischen System
  • das Gehirn legt für jede Geschmacksrichtung Merkmalsräume an
  • ein Merkmalsraum ist ein mathematischer Raum, der einem Objekt eine spezifische Eigenschaft bzw. Merkmal zuordnet (z. B. Zucker schmeckt süß), man spricht hierbei von Mustererkennung und Merkmalsvektoren, demzufolge ordnet das Gehirn entsprechenden Objekten (z. B. einem Zuckerwürfel) auch einen süßlichen Geschmack zu,  ohne dass von dem Zuckerwürfel überhaupt gekostet wurde, es erfolgt also eine automatische Zuordnung zum entsprechenden Merkmalsraum
  • ebenso entstehen im Gehirn zu entsprechenden Gerüchen und Geschmäckern automatisch visuelle Bilder im Kopf, andersrum geht der Vorgang ebenfalls, z. B. sieht man ein Foto einer Chillischote, stellt man sich sofort den scharfen Geschmack vor
  • theoretisch können mit den 6 vorhandenen Rezeptortypen bis zu 1.000.000 Geschmacksrichtungen wahrgenommen werden
  • Sinnesreize, die in Mund und Nasenhöhle stattfinden, werden auch an den Trigeminus-Nerv weitergeleitet, demzufolge spricht man auch von trigeminaler Wahrnehmung


zur Wahrnehmung Riechen (Beitrag von Philipp Jahn)



Author: m.sparmann
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