Arbeitsschritte (Tutorials) zu einem eigenem Animation Film

(Kategorie: Projekte)

13.Nov, 2010

Ich habe mal wieder Lust ein paar Tutorials für das Programm Maya zu erstellen. Gleichzeitig ist mir der Gedanke gekommen für den 22.01.2011 ein Video zu veröffentlichen, das dann zum Tag der offenen Tür in der BEST-Sabel Designschule in der Lindenstraße 42  in 12555 Berlin zu sehen ist. Bei diesem Projekt geht es mir darum meine Arbeitsschritte zu erläutern, die zu einem kurzen Animationsfilm führen. Hier möchte ich alle selbst erlernten Arbeitsstufen zeigen. Das heisst: es geht auch anders.  Ich hoffe der Leser kann viel von diesen Tutorials lernen und somit sich selbst bei der Erstellung einer Animation testen. Da bis zum 22.01.2011 noch etliche Tests und Klausuren geschrieben werden und Unterrichtsstoff  vermittelt wird,  könnte es passieren, dass ich bis zum Stichtag dieses Projekt nicht fertigstellen kann. Ich werde aber das Projekt dennoch beenden. Es lohnt sich also immer mal wieder  diesen Beitrag aufzurufen, wenn Interesse besteht.

1. Ideensammlung


Am Anfang steht immer eine Idee. Um diese zu bekommen gibt es verschiedene Ansätze. Ideen ziehe ich aus meinem Umfeld, indem ich mich von Bildern, Filmen oder Gegenständen inspirieren lasse. Ich suche mir interessante Details, um Neues zu erschaffen. In diesem Fall sollte es sich um ein simples Objekt handeln, das die Hauptrolle in diesem Film bekommt. Der Zeitrahmen ist begrenzt. Eine kleine Geschichte ist gefragt, die ich Ihnen in wenigen Tutorials aufzeigen kann, ohne sie mit zu vielen Informationen zu verwirren. Ich habe in der Zeitschrift Digital Production DP Workshop Sonderausgabe 2008 eine Produktions-Maschine entdeckt. Und als erstes ist mir aufgefallen, dass sie ein Abbild einer lebendigen Figur verkörpert. Und da war sie: die Idee. Ein Film über eine Produktions-Maschine, die gerne etwas anderes tun würde.

 

 

2. Skizze


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3. Storyboard

Die Handlung eines Films ist das Wichtigste. Um einen spannenden Film, egal wie kurz er auch ist, zu produzieren, benötigt man mindestens einen oder sogar mehrere Spannungsbögen. Ein Spannungsbogen ist ein Richtungswechsel in einem Film.

z.B.: Eine Person möchte von A nach B fahren (Das ist eine normale Handlung).

Aber er verpasst den letzten Zug, der nach B fährt, um rechtzeitig anzukommen muss er jetzt eine Mitfahrgelegenheit suchen (Der Spannungsbogen). Dieser Bogen endet immer mit Sieg oder Niederlage. Je mehr solcher Spannungsbögen man in einem Film einbindet, desto interessanter und aufregender wird er. Aber Vorsicht: Nicht die Haupthandlung aus den Augen verlieren!

Um dies zu vermeiden gibt es eine goldene Regel. Wenn man einen Film nur mit einem Satz erklären kann (z.B. Ein Roboter reist in die Vergangenheit, um die Zukunft zu ändern = Terminator), dann ist es eine richtige Handlung und man kann immer auf diesen Satz zurückgreifen, wenn man eine Schreibblockade hat.

Eine Story kann schon vieles über den Film verraten. z.B. den Charakter, die Stimmung, den Ort, das Wetter und die Gefühle. Normalerweise bekommt jeder Schauspieler ein Script, damit er sich auf seine Rolle vorbereiten und den Text einstudieren kann, was ich nicht benötige.

Ich entwickelte eine Handlung mit Spannungsbögen.

  1. Story = “Eine Produktionsmaschine, die aus ihrem Alltag entfliehen möchte”
  2. Handlung = “Aus der Fabrik gehen”
  3. Bogen = “Die verschlossene Tür”

Jetzt sollte ich die Geschichte schreiben. Aber darauf verzichte ich jetzt, da dieser Kurzfilm nur ca. 2 bis 3 Minuten geht. Auch den Dialog lasse ich weg, denn ich versuche nur mit Mimik, Gestik und Musik die Geschichte darzustellen. Ich verarbeite die Geschichte in dem Storyboard, von hier aus kann ich schon festlegen wo die Kamera stehen oder was mein Schauspieler spielen soll. In welcher Szene welche Bewegungen geschehen und eventuell welche Objekte ich für den Film brauche.

Ich habe mal die ersten 6 Seiten meines Storyboards zur Verfügung gestellt. Nicht wundern, dass die Bilder so dreckig aussehen, ich verwende die Rückseiten von gebrauchtem Papier, um die Umwelt ein bisschen zu entlasten.


Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein.

 

4. Modellierung in Maya

1 Tutorial =  Hilfe für Übersicht

2 Tutorial = Schraube erstellen

3 Tutorial = Holzkiste Modellieren

4 Tutorial = Tür mit Türrahmen ausrichten

5 Tutorial =Lüftungsschacht formen

6 Tutorial = Produktions Maschine Konstruieren

7 Tutorial = Hinweis für Bewegungen

8 Tutorial = import


5. Bewegung, Licht und Rendern

1 Tutorial = bewegung

2 Tutorial = zB

3 Tutorial = Licht und Schatten

4 Tutorial = rendern

5 Tutorial = datei



6. Schnitt, Sound und Musik

Nachdem alle Szenen mit den Bewegungsabläufen gerendert wurden, verwendete ich ein Video-Schnitt-Programm.
Mit solch einer Software kann ich die Szenen zusammenschneiden, überblenden und mit Sound mischen.
Es gibt viele solcher Programme auf dem Markt. Einige davon sind kostenfrei, wie MovieMaker für Windows
oder IMovie auf dem Macintosh.
Ich habe persönlich gute Erfahrung mit dem Programm Video Deluxe
von der Firma Magix gesammelt und arbeite mit diesem Programm schon viele Jahre.




Ich füge jede Szene in das Schnittprogramm ein. 
Durch das Anschauen aller Szenen,
kann man erkennen, ob die Übergänge der einzelnen Szenen harmonisieren.
Wenn das nicht der Fall ist, dann wird eine verbesserte Szene nachgerendert.
Auf die Bildsequenzen wird die Musik, Spezialeffekte (FX) und eventuell Hintergründe gerechnet.
Im Folgenden beschreibe ich die Arten des Klangumfeldes.
Ich rate dazu alle Tonelemente  getrennt zu erstellen.
Sonst könnte es passieren, dass ein Geräusch überhört wird.

FX sind Geräusche, die der Darsteller bei seinen Tätigkeiten erzeugt und unmittelbar in seiner Nähe geschehen.
Eine FX Datenbank bietet die Software von Magix mit Sound Pool an.
Es bereitet auch viel Spass mit einem Mikrofon und passenden Gegenständen Geräusche selber zu erstellen.




Die Hintergrundgeräusche sind, wie der Name schon sagt,
alles was zur Umgebung gehört, selbst das was man nicht sieht.
z.B. Vögel, Regen, Wind, Autos usw.
Achte darauf diese nicht zu laut zu machen,
da es sich im Hintergrund befindet.


Filme werden von Musik begleitet und getragen.
Also solltest du eine Musik wählen oder erstellen,
die die Stimmung im Film steigert,
Auch ein witziger Moment kann mit lustiger Musik untermalt werden.
Wenn dann alle vier Spuren (Film, FX, Musik und Hintergrund) fertig sind,
kann der Film zu einem Medium kombiniert werden.
Das kann einige Minuten in Anspruch nehmen,
je nach Länge und Format des Films.




TIP:

Ein Film wirkt professioneller wenn er einen Vor- und Abspann mit der Auflistung der Darsteller, Künstler, Titel usw. hat.


Bei Fragen oder Interesse kontaktiert mich unter : pj-king@gmx.de
oder besucht mich auf
www.two-cent.de


Author: Philipp Jahn - verfasst am 13. November 2010.
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